Daniel Bargetze CEO Vaduzer Medienhaus

Am 16. November findet in der Spoerry-Halle in Vaduz die Wirtschaftstagung Wirtschaftswunder – die Nachfolgerin des einstigen Wirtschaftsforums – statt. Organisatorin ist die Vaduzer Medienhaus AG. Im Interview erklärt Geschäftsführer Daniel Bargetze, wie es zur neuen Ausrichtung und zum neuen Namen kam und was dieser bedeutet.

Herr Bargetze, was ist das Wirtschaftswunder und wie kam man auf diesen Namen?
Das Wirtschaftswunder ist die Fortsetzung unseres Anlasses Wirtschaftsforum, das die Vaduzer Medienhaus AG seit dem Jahr 2000 organisiert. Der Begriff ist positiv besetzt, klingt ambitioniert und soll inspirieren. Ausserdem ist er auch international verständlich und bekannt.

Seit vielen Jahren organisiert das Vaduzer Medienhaus das Wirtschaftsforum. Warum war ein Re-Branding nötig?
Das Medienhaus gehört mit dem Wirtschaftsforum zu den Pionieren der Business-Events in der Region. Es gibt mittlerweile sehr viele Foren, Symposien, Tagungen, Konferenzen. Auch die Nummerierungen der Events ist etwas altbacken – als Teilnehmer ist es mir recht egal, ob es die vierte, neunte oder zwölfte Ausgabe eines Anlasses ist. Wir wollen uns auflockern und weiterentwickeln: frischer, fokussierter, digitaler.

«Wunder» ist doch ein hoch gegriffener Begriff. Welches Wunder erwartet die Besucher? Was verändert sich am Konzept des Abends im Vergleich zum Wirtschaftsforum?
«Wunder» ist ja auch ein schönes Dialektwort für «Neugier» – auch das ist damit gemeint: Wir wollen die Neugier an Wirtschaftsthemen wecken. Es wäre vermessen, am Abend selbst Wunder zu erwarten. Aber wir gehen schon Fragen nach wie: Brauchen wir ein neues Wirtschaftswunder? Worin könnte das bestehen? Neue Akzente setzen wir beispielsweise durch das Mentoren-Ticket: Damit wollen wir auch Jüngere unter 28 Jahren motivieren, am Anlass teilzunehmen.

Warum darf man diesen Abend auf keinen Fall verpassen?
Zum einen wegen unseres Überraschungsgasts beim FL1-Wirtschaftstalk. Es handelt sich um einen
der profiliertesten Digital-Unternehmer, der weltweit tätig ist. Zum anderen Wolfgang Grupp – ihn einmal live zu sehen, ist für jeden ein besonderes Erlebnis: Er ist der letzte «Patron vom alten Schlag», der unverblümt sagt, was er denkt.

Wie kamen Sie auf die Referenten? Was verfolgt die Zusammensetzung der Referenten für ein Ziel?
Wissen Sie, was das Schlimmste an Business-Events ist? Wenn alle einer Meinung sind. Wir haben sorgfältig darauf geachtet, dass wir unterschiedliche Perspektiven und Meinungen haben werden. Und ich denke, das ist uns mit einer linken Netzaktivistin und dem Inbegriff eines bürgerlich-konservativen Unternehmers sowie dem Überraschungsgast sehr gut gelungen.

Werdenberger Wirtschaftstagung, Businesstag für Frauen, Unternehmertag und das Wirtschaftswunder: Warum sind solche Tagungen Ihrer Ansicht nach so erfolgreich?
Die Frage ist, wie lange das noch so bleibt. Es ist schon eine gewisse Sättigung feststellbar. Am Ende entscheidet der Markt, und das ist auch gut so.

Welches Ranking nimmt hier das Wirtschaftswunder Ihrer Ansicht nach ein?
Ich halte nicht viel von Rankings. Unser Wirtschaftswunder ist mit dem neuen Auftritt noch klarer positioniert: Wir sind ein kompakter «Feierabend»-Anlass, bieten hochinteressante Persönlichkeiten, breiten Wirtschaftsthemen spannend und unterhaltsam auf und lassen viel Raum fürs Networking. (mw)

Infos und Tickets
Wirtschaftswunder Liechtenstein – präsentiert von FL1
• 16. November, ab 17.30 Uhr
• Thema: «Unsere Zukunft in der digitalen Wirtschaft»
• Spoerry-Areal Vaduz
• Einzeltickets und Mentoren-Tickets (plus Begleitperson unter 28 Jahre)

Anmeldung und weitere Informationen:
www.wirtschaftswunder.li und Tel. +423 236 16 16

Programm
17.30 Uhr: Start der Veranstaltung
17.45 Uhr: Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg: «Gibt es meinen Job in zehn Jahren noch?»
18.15 Uhr: FL1-Wirtschaftstalk «Die neuen Spielregeln der digitalisierten Wirtschaft»
19 Uhr: Auszeichnung «Lebenswerk»
19.15 Uhr: Eigentümer der Trigema, Wolfgang Grupp: «Verantwortung wird niemals digitalisiert»
19.45 Uhr: Apéro riche